Das Irland Projekt – Teil 1, Einstieg und Material

24 May


Einstieg

Nachdem die Themen verteilt und damit die Gruppenzuweisungen geklärt waren wurden die Lerngruppen zusammengeführt damit die SchülerInnen ihre Arbeitspartner finden konnten. In einem kurzen Lehrervortrag, der durch eine Overhead-Folie gestützt war wurde anschließend das Projekt vollständig vorgestellt und den SchülerInnen Schritt für Schritt die Arbeitsweisen der nächsten Wochen erklärt. Intro transparency 150x150 Das Irland Projekt – Teil  1, Einstieg und Material Der hohe Stellenwert der Gruppenarbeiten während des Projekts definierte prinzipiell auch die Struktur des Lehrervortrags, in dem zunächst unter der Schlagzeile “Groupwork – Guidelines” die Zusammenarbeit während der Projektarbeit Thema war. Anschließend wurde den SchülerInnen detailliert erklärt, welche Bedeutung die individuellen Rollen haben, die jedem Gruppenmitglied zugewiesen werden. In diesem Zusammenhang wurden auch das erste Mal Rollen verteilt und um dem Arbeitsprinzip mit individuellen Rollen sofort gerecht zu werden, wurden die Boten bzw. Emissaries gebeten, den ersten “Organisation Sheet” abzuholen. organization sheet1 150x150 Das Irland Projekt – Teil  1, Einstieg und Material Die Intention des Organisation Sheets war, dass sich jede Gruppe damit auseinander setzte, wie sie ihre Zusammenarbeit und ihre Ziele in der jeweiligen Stunde strukturieren sollten. Nachdem sie das Arbeitsblatt hatten, war ihre erste Aufgabe, die verteilten Rollen zu notieren. Damit wurde die Verbindlichkeit der Rollen unterstützt und uns Lehrern war es einfacher, schnell herauszufinden wer welche Rolle inne hatte. Zu Beginn jeder Stunde wurde je ein Organisation Sheets an jede Gruppe verteilt und diese sollten nachdem die Rollen eingetragen waren gut sichtbar auf dem Arbeitsplatz liegen. Der untere Teil der Organisation Sheets galt der Produktivität der Gruppe. Hier hatten die Gruppen jeweils zu Beginn der Stunde zu überlegen, wie sie ihre Arbeit strukturieren wollten und jeweils am Ende der Stunde, in wiefern sie ihre Ziele erreicht hatten. Die Punkte waren in eine Reihe von Kategorien für Teilziele geordnet, welche sich so auf jede Stunde des Projekts anwenden ließen. In dem hier angegebenen Beispiel sind die Angaben für den Anfang der Stunde bereits eingetragen, da wir die Struktur in der ersten Stunde des Projekts noch weitgehend vorgeben wollten. Im laufe des Projekts bzw. an verschiedenen Stellen des Projekts lässt sich durch diese methode der Unterricht stückweise und relativ kontrolliert öffnen indem Vorgaben weggelassen werden und die SchülerInnen in die Pflicht gezogen werden, sich über konkrete Teilziele Gedanken zu machen und Entscheidungen zu treffen, was sie erreichen wollen. In den letzten Minuten jeder Stunde hatten die Gruppen die Aufgabe, die Teilziele zu reflektieren und zu notieren, was sie tatsächlich erreicht haben und was noch ausgeblieben ist. An dieser Stelle war es auch ihre Aufgabe, die weitere Planung bis zur nächsten Stunde vorzunehmen. Somit waren sie selbst dafür verantwortlich, ihre Arbeit so einzuteilen, dass das Hauptziel pünktlich fertiggestellt werden konnte. Zur Orientierung wurde dieses unten groß auf dem Organisation Sheet aufgeführt. Den vereinbarten Termin kannten die SchülerInnen, da ihnen durch das Material-Paket, auf welches ich nun zu sprechen komme der genaue Zeitplan für das Projekt bekannt gegebenen worden war.

Material – Starter Pakete

Neben den Organisation Sheets, welche in jeder Stunde neu ausgeteilt und bearbeitet wurden, gab es in der ersten Stunde des Projekts für jede(n) SchülerInn ein ausführliches Material-Paket, das die Grundlage für den ersten Teil des Projektes – die Präsentationen irlandspezifischer Themen – bilden sollte. Um das Material auszuteilen wurden die Boten ein weiteres Mal zum Einsatz gerufen. Sie konnten die vorbereiteten Informationen für ihre Gruppe abholen und an diese weitergeben. Die Zusammenstellung des Materials und der Sinn bestimmter Arbeitszettel sollten anschließend mit der Klasse besprochen werden. starter kit cover 150x150 Das Irland Projekt – Teil  1, Einstieg und Material Die Material-Pakete, welche die SchülerInnen in der ersten Stunde bekamen waren nicht nur Informationen zu ihren Präsentationsthemen, sondern beinhalteten zusätzlich noch den Zeitplan des Projekts, die bereits besprochenen Anweisungen für die gruppenarbeit, Notizvorlagen für die Präsentationen sowie Bewertungszettel, mit denen die SchülerInnen ihre Zusammenarbeit evaluieren sollten. Um Transparenz zu schaffen und die SchülerInnen wissen zu lassen was von ihnen erwartet wird, wurde zunächst der Zeitplan bzw. Schedule besprochen. Einige Inhalte im Zeitplan haben wir bewusst nicht detailliert ausformuliert, sondern eher angedeutet um ein wenig Spannung und Neugier auf das kommende Projekt zu erzeugen. Im Anschluss an den Zeitplan wurde kurz die Struktur der Informationen zu den Gruppenthemen besprochen. Jedes der sechs Themen war so aufgebaut, dass zunächst interessante kompakte Informationen zum Thema gegeben wurden, anschließend ein kurzer Text, der etwas mehr ins Detail ging und zu letzt Referenzen, wo die SchülerInnen weitere Informationen zu ihrem Thema finden konnten. Nach den Informationen zu ihrem eigenen Thema wurde den SchülerInnen der Leitfaden für die Präsentationen dargestellt. Auf drei Seiten gab es zu jedem Thema vier bis fünf Fragen, zu denen sie bei den Präsentationen die Antworten finden sollten. Wir haben zwar den Fokus an dieser Stelle auf die Perspektive der Zuhörer bei den Präsentationen gelegt, die Gruppen haben aber in der anschließenden Erarbeitungsphase schnell erkannt, dass es sich dementsprechend lohnt, ihre Präsentationen auf die Fragen, die kommen werden auszurichten. Der letzte Abschnitt im Einstieg in das Projekt war für den didaktischen Hintergrund der Verbesserung des Teamwork Verhaltens von besonderer Bedeutung. Als letztes Blatt des Material-Pakets in der ersten Stunde des Projekts erhielten die SchülerInnen einen Evaluationsbogen bzw. Assessment Sheet, mit dem sie ihre eigene Arbeit in der Gruppe und die Zusammenarbeit mit den anderen Gruppenteilnehmern bewerten konnten. Wir haben uns entschieden, sie bereits zu Beginn des Projekts damit zu konfrontieren, da das Wissen um die gegenseitige Bewertung sie dazu anregen sollte ihr Arbeitsverhalten schon während der Gruppenphase zu reflektieren. Bei ein paar SchülerInnen hat dies funktioniert, andere brauchten zu bestimmten Zeitpunkten einen kleinen Anstoss in die gewünschte Richtung. Insgesamt war ihnen aber sehr deutlich bewusst, dass ihr Arbeitsverhalten in der Gruppe nicht ungesehen bleibt und von den anderen entsprechend gewertet wird. Die Bewertungen am Ende des Projekts sind entsprechend realistisch ausgefallen. Auf die Art der Auswertung komme ich im letzten Teil zum Irlandprojekt noch zu sprechen. Hier folgen nun noch ein paar ‘technische’ Hinweise sowie die Zusammenfassung der Download Links für das genutzte Material. Anmerkungen zu didaktischen Entscheidungen bei der Planung sowie das komplette Material für den Einstieg in unser Projekt befindet sich auf der nächsten Seite.

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